CrossArt | KUNST NATUR ARCHITEKTUR
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Erfolgreiche Zusammenarbeit deutscher und niederländischer Museen

[ Thomas Bayrle, Orson Welles, 1971, Serigrafie, Foto: Wurzer
]
Austellungseröffnung: Sonntag, 5. August, 15 Uhr
Laufzeit: 5. August 2007 – 27. Januar 2008
Die druckgrafische Sammlung des Lehmbruck Museums umfasst
über 4500 Blätter – Anlass genug, sich dem Thema
Druckgrafik einmal aus museumspädagogischer Perspektive zu
widmen. Henry Moore, Fritz Wotruba und natürlich Wilhelm
Lehmbruck sind mit großen Konvoluten vertreten, andere
berühmte Künstler wie Pablo Picasso, Andy Warhol oder
sogar Albrecht Dürer mit einzelnen Blättern. Aus
konservatorischen Gründen kann immer nur ein kleiner Teil
der Grafiksammlung ausgestellt werden, denn die Werke sind in der
Regel sehr lichtempfindlich. So ruhen im Museumsdepot viele
Schätze, die sich dem Besucher nur bei seltenen
Gelegenheiten offenbaren. Wenn aber Grafik ausgestellt wird,
steht diese oft im Schatten der Malerei. Die oft kleinteiligen,
detailreichen Werke verlangen ein konzentriertes Betrachten.
Außerdem rufen die Bezeichnungen der grafischen Techniken,
z. B. Lithografie, Serigrafie, Monotypie oder Radierung oft
Unverständnis hervor.
In dieser Ausstellung soll sichtbar gemacht werden, wie Grafik
entsteht, welche unterschiedlichen Techniken es gibt und wie
meisterhafte Grafik aussieht. Die originalen Druckgrafiken, die
in einer konzentrierten Auswahl im Grafikschrank und an der Wand
präsentiert werden, stehen also nicht allein im Mittelpunkt
des Interesses. Genau so wichtig sind die verschiedenen
Drucktechniken selbst und deren praktische Anwendungen. Zu diesem
Zweck gibt es verschiedene Druckerpressen zum Vorführen und
Ausprobieren (z. B. Radierung) und genug Material und Werkzeug
für einfachere Techniken (z. B. Stempeldruck, Holz-,
Linolschnitt).
Um die Qualitäten und Unterschiede der einzelnen
Techniken zu verdeutlichen, hat die Düsseldorfer
Künstlerin Susanne Ristow über 20 verschiedene
Drucktechniken angewandt, die allesamt das Motiv der Hand
wiedergeben. Sowohl das jeweilige Werk als auch die Druckvorlage
sind gegenübergestellt. So sieht der Besucher z. B. die
Kupferplatte, in die das Motiv geritzt wurde, die Holzplatte, wo
es hineingeschnitten wurde, den Lithostein, auf den es
aufgetragen wurde. Die grundsätzlichen Techniken wie
Flachdruck, Durchdruck, Hochdruck und Tiefdruck werden in ihren
einzelnen Varianten deutlich gemacht.

[ Radierwerkstatt, Teilnehmerin an der Druckerpresse,
Museumsspaß-Workshop unter Leitung von Susanne Ristow,
Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Foto: Museum
Einige der Techniken können von den Besuchern in der
Ausstellung selbst angewandt werden. Dazu dienen sowohl
Führungen und Workshops, die von jeglichen Gruppen gebucht
werden können, als auch öffentliche Führungen.
Für Einzelbesucher besteht Sonntags Nachmittags ab 13 Uhr
die Gelegenheit, selbst kreativ tätig zu werden, denn dann
wird die Ausstellung museumspädagogisch betreut.
Im Laufe der Ausstellung erscheint ein Begleitheft zum Preis
von 4 EUR. Zusätzlich ist ein exklusiver, handgefertigter
Holzkoffer erhältlich (Auflage 10 Stück), der mit
Linoleumstempeln und Moosgummiplatten zum eigenen Bearbeiten
ausgestattet ist. Er kostet 50 EUR und ist im Museumsshop
erhältlich.
„Druck machen!“ ist als Wanderausstellung
konzipiert und soll in abgewandelter Form in mehreren Museen
Nordrhein-Westfalens präsentiert werden.
Das Projekt wird vom Ministerpräsidenten des Landes NRW
gefördert.
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