Düsseldorf | KUNST IM TUNNEL
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55.000 Autos - und mittendrin die Kunst
Düsseldorf hat ein neues Ausstellungshaus. Unter der
beliebten Rheinuferpromenade - in einem Raum, der zwischen den
Tunnelröhren für den Autoverkehr liegt und bis 2006
ungenutzt blieb - entstand mit KIT (Kunst im Tunnel) ein
spektakulärer Szenetreff für zeitgenössische
Kunst. Der Eingangsbereich auf der Promenade - ein zur Rheinseite
verglaster Pavillon - wird zugleich zur neuen gastronomischen
Adresse am Rhein.
foto © Philipp Dorl
[ KIT - spektakuläres Ausstellungshaus für junge Kunst
]
888 Quadratmeter für Ausstellungen
Der Ausstellungsraum liegt, einem U-Boot nicht unähnlich,
zwei Meter unterhalb der Rheinuferpromenade. Rechts, links und
darunter fließt der Verkehr - rund 55.000 Fahrzeuge
täglich. Die Besucher des Kunsttunnels werden davon
allerdings nichts spüren, denn durch die 1,20 dicken
Betonwände dringt kein Laut.
Diese Charakteristika machen den unverwechselbaren
architektonischen Reiz dieses Ortes aus. Auf Eingriffe in die
dynamische Raumfigur und den rohen Tunnelcharakter wurde deshalb
weitgehend verzichtet. Zwei große Oberlichtkuben aus
Panzerglas gewähren Rheinufer-Flaneuren nun allerdings auch
Einblicke von oben in das Ausstellungsgeschehen.

foto © Philipp Dorl
[ Der Ausstellungsraum, zwei Meter unterhalb der
Rheinuferpromenade ]
Für die Ausstellungen im Tunnel stehen rund 888
Quadratmeter zur Verfügung. Der Raum hat eine Länge von
140 Metern und eine Höhe von bis zu 4,90 Meter. Die
Raumbreite verringert sich elliptisch geschwungen von rund elf
auf nur einen Meter. Diese Charakteristika machen den
unverwechselbaren architektonischen Reiz dieses Ortes aus. Auf
Eingriffe in die dynamische Raumfigur und den rohen
Tunnelcharakter wurde deshalb weitgehend verzichtet. Zwei
große Oberlichtkuben aus Panzerglas gewähren
Rheinufer-Flaneuren nun allerdings auch Einblicke von oben in das
Ausstellungsgeschehen.
Der Ausstellungsbereich ist barrierefrei und über einen
Behindertenaufzug erreichbar. Die Haustechnik fand nur zum Teil
im Untergrund Platz. Weitere Anlagen befinden sich deshalb auf
dem Dach des Pavillons in einem Technikkubus, der mit einer
Alu-Lamellierung verkleidet wurde.
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