Moers | Geleucht Halde Rheinpreußen
|
Zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet erhebt sich die Halde
Rheinpreußen.
Mit einem Festakt weihte der Regionalverband Ruhr (RVR) am 17.
September, 19 Uhr, das "Geleucht" von Otto Piene ein. Das
Kunstwerk auf der Halde Rheinpreußen in Moers leuchtete
erstmals auf.
Moers - Halde Rheinpreußen, Geleucht
[ foto-www.fotoarchiv-niederrhein.de ]
Hier am linken Niederrhein, spiegelt sich an dieser Stelle ganz
besonders die historische Geschichte und die Werte des Bergbaus
wider.
Der Lichtkünstler Otto Piene, Mitbegründer der
ZERO-Bewegung, hat die prägenden Elemente dieser Epoche
(„Feuer" und „Bergbau") in seinem künstlerischen
Konzept „Geleucht" aufgegriffen und neu erlebbar
gestaltet.
[ foto-www.fotoarchiv-niederrhein.de ]
Hier an dieser Stelle, wo ein 8.000 Quadratmeter großer
Bereich der Halde jeden Abend in glutrotes Licht getaucht wird.
Vom dem begehbaren rund 30 Meter hohen Turm, der in Licht und
Gestalt an die historisch wichtigste und sicherste Grubenlampe
der Bergleute, die seit 1830 bestehende Davy-Lampe erinnert,
bieten sich dem „Besucher dieser Landmarke“ imposante
Ausblicke in das Ruhrgebiet und die niederrheinische
Landschaft.
Lichtinstallation "Geleucht" von Otto Piene
[ foto-www.fotoarchiv-niederrhein.de ]
Der neunzig Tonnen schwere, stählerne Leuchtturm steht
auf acht Großbohrpfählen. Mehr als 20 Tonnen
Betonstahl und 90 Kubikmeter Beton hat der Regionalverband Ruhr
als Projektträger verbaut. Die überdimensionale
Grubenlampe ist mit insgesamt 61 Beleuchtungskörpern
ausgestattet, die den gesamten Außenkörper erstrahlen
lassen. In einer Höhe von neun Metern besteht die
Möglichkeit, über eine innen liegende Treppe eine
Aussichtsebene zu begehen.
Der Bedeutung des Ortes entsprechend, als Zeichen vergangener
Industriealisierung und heutigem Strukturwandel wurde die Halde
Rheinpreußen hier als Aussichtspunkt inszeniert und mit
dieser Lichtinstallation künstlerisch gestaltet.
Rund um die Landmarke planen der Regionalverband Ruhr und die
Stadtmarketing Gesellschaft Moers gemeinsam mit den beiden
Vereinen ab nächstem Jahr ein Kulturprogramm.
Veranstaltungen verschiedenster Art wie Gottesdienste, Konzerte,
Theatervorführungen, Freiluftkino sind denkbar. Am 20.
September feiern bereits 600 Moerser Kinder auf der Halde
Rheinpreußen ihren Weltkindertag. Im Herbst erscheint der
Flyer „Landmarke Geleucht“ mit Informationen zur
Halde Rheinpreußen und zum Programm 2008.
Die besondere Lage am westlichen Rand des Reviers und die
Tatsache, erster Standort einer Zeche am linken Niederrhein zu
sein, waren entscheidend für die Realisierung eines
künstlerischen Projektes auf der Halde Rheinpreußen.
Der Direktor des Lehmbruck Museums Professor Dr. Christoph
Brockhaus beauftragte den Künstler Otto Piene mit einer
Licht-Dach-Architektur. Die spektakuläre Lichtinszenierung
des Künstlers Otto Piene symbolisiert die einzigartige
Geschichte des Ruhrgebiets, die untrennbar mit der
Montanindustrie verbunden ist. Das Kunstwerk
„Geleucht“ macht die kulturhistorischen Aspekte der
Industrielandschaft sichtbar und erlebbar.
|