Hafen, Pfalz- und Bürgerstadt – Visualisierungen zu Duisburg im Mittelalter
11. November 2008 | PM | US | Thema: Special
Hafen, Pfalz- und Bürgerstadt Visualisierungen zu Duisburg im Mittelalter
Heft 4 der Duisburger Denkmalthemen liegt jetzt vor
Duisburg. Geschichte anschaulich aufzubereiten ist Anliegen eines gemeinsamen Projektes der Stadtarchäologen der Städte Duisburg, Essen und Dortmund. Zusammen mit der Hochschule Bochum entwickeln sie eine virtuelle Zeitreise entlang des Hellwegs für das Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010. Auf der Grundlage archäologischer Ausgrabungsprojekte entstehen dreidimensionale Visualisierungen, die fürs Internet bereitgestellt werden. Der Betrachter kann auf einer historischen Zeitachse das Ruhrgebiet von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart durchstreifen. Drei Schwerpunkte werden dabei gesetzt: Dortmund präsentiert die Vorgeschichte von der Steinzeit bis zur römischen Kaiserzeit, Duisburg zeigt die mittelalterliche Stadt und Essen visualisiert die Industriegeschichte der Region.
Die dreidimensionale Präsentation im Internet ermöglicht eine gute Vorstellung über die Geschichte des Ruhrgebiets. Die Arbeit der Stadtarchäologen dient dabei als solide Basis für die virtuelle Rekonstruktion. Die Darstellung der mittelalterlichen Stadt Duisburg ist in enger Anlehnung an die Stadtansicht von Johannes Corputius entstanden. Der Internetbesucher betritt Duisburg im Jahre 1566 durch das Schwanentor, vorbei an Bürgerhäusern geht er zum Alten Markt, vorbei an der Salvatorkirche und an gepflegten Hausgärten geht es weiter zum Kuhtor.
Im jetzt neu erschienen Heft 4 der Reihe Duisburger Denkmalthemen wird die Entstehung des virtuellen Modells anschaulich beschrieben und der Bezug zur Stadtarchäologie deutlich hergestellt. Die auf den Ausgrabungen basierenden Forschungsergebnisse sind in diese dreidimensionale Darstellung des mittelalterlichen Duisburgs eingeflossen und vermitteln ein sehr anschauliches und realistisches Bild der Stadt.
Das Heft ist kostenlos in den Bürgerservicestellen der Bezirksämter, im Rathaus, in den städtischen Museen und im Stadthaus zu erhalten. Informationen zum Gesamtprojekt „RuhrZeiten“ gibt es im Internet unter www.ruhrzeiten.de
